| 120 x 160 cm und 100 x 110cm Öl auf Leinwand 2009/10 Das Buch zur Ausstellung / pdf 3,9MB |
Irrlichtern Auslöser war eine Zeitungsmeldung über eines der 33 Gemälde aus der Serie „Stockhornkette mit Thunersee“ (1904-1913), welches sich im Depot des Kunstmuseums St. Gallen befindet und momentan nicht gezeigt werden darf. Einst mussten die Eigentümer das Bild auf Druck der Nationalsozialisten veräußern und kamen später in Auschwitz um. Bis heute sind vermögensrechtliche Fragen bezüglich des Bildes ungeklärt. Zahlreiche jüdische Sammler wurden von den Nationalsozialisten zum Verkauf ihrer Kunstwerke gezwungen, enteignet oder in eine wirtschaftliche Zwangslage versetzt, so dass ihnen nichts anderes blieb, als ihr Hab und Gut zu veräußern. „Damit haftet Hodlers entrückter Bergwelt
indirekt etwas vom großen menschlichen Leid der Jahrhundertkatastrophe
an; mit einem „unschuldigen Auge“ lässt sie sich jedenfalls
nicht mehr bestaunen. Die einstige kosmische Idylle am Thunersee wirkt
in Barteks Arbeiten aufgeladen von der verstörenden Erfahrung des
Todes: Wie im Kampf sind Lichthell und Schattendunkel ineinander verschlungen.“
Auszug aus der Pressemitteilung |